Herausgegeben von Château Louis, dockzwoelf und Franz-Reinhard-Habbel.



 
EDITION 05 | 10. Juli 2020
Liebe Entscheider*innen,
Kommunen, die jetzt vorausschauend und entschlossen handeln und die richtigen Maßnahmen ergreifen, werden besser für die Zukunft gerüstet sein als andere. Jetzt gilt es die Weichen zu stellen und mit neuen Ideen Impulse zu setzen. Die Normalität kehrt langsam zurück und gemeinsame Gespräche und Entscheidungen sind nicht mehr nur auf den virtuellen Raum beschränkt. Das motiviert viele in der Kommune und erhöht die Bereitschaft, anstehende Herausforderungen anzupacken.
 
Unser heutiger Newsletter ist inspiriert von dem wiederkehrenden Engagement und der Vorfreude auf mehr Begegnung und Austausch – aber auch vom Sommer und der baldigen Urlaubszeit. Unsere Beispiele zeigen, dass es nur kleine Anstöße braucht, um Städte und Gemeinden, trotz der immer noch geltenden Kontakteinschränkungen, wieder offener und lebendiger zu machen. Gute Ideen werden von den Bürger*innen dankbar angenommen und phantasievoll weitergeführt. Vielleicht regt es auch Ihre Phantasie an und bringt Sie auf überraschende Lösungen.

Wir von Stadtklar sind eine Initiative der Kommunikations- und Markenagentur Château Louis, den digitalen Zukunftsgestaltern dockzwoelf und dem Autor und Mitherausgeber von Kommunal Franz-Reinhard Habbel und wir haben alle etwas gemein: Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit Themen rund um Stadt und Kommune und sind Experten in verschiedenen Bereichen. Das betrifft den Umgang mit digitalen Anforderungen und Chancen, mit philosophischen, möglichst greifbaren Ansätzen, mit handfesten, praktischen Ideen und mit wirkungsvoller Kommunikation.

Mit unserem Newsletter möchten wir sowohl für Krisenzeiten als auch für die Zukunft Orientierung geben – mit Ideen und Inspirationen, die zum Handeln anregen. Es geht um neue Perspektiven und die positive Kraft der Veränderung.

Wir freuen uns, wenn wir Sie dabei unterstützen können.

Ihr Stadtklar-Team
Ludwig Silbermann, Detlev Bernhart, Fabian Kehle und Franz-Reinhard Habbel
 
STADTPLANUNG IM DIALOG
Die Psychologie der Pop-up-Stadt
„Sicher ist, dass nichts sicher ist.“ Eine Erkenntnis, die uns gerade wieder besonders bewusst wird. Wir müssen uns auf permanente Veränderungen einstellen, die alle Lebensbereiche betreffen und die sich auch in der Stadtplanung widerspiegeln. Temporäre Flaniermeilen, vorübergehende Grünoasen oder Pop-up-Radwege sind aktuelle Beispiele dafür wie wichtig es ist, Dinge auszuprobieren, sich langsam damit vertraut zu machen und dann zu entscheiden, ob es zu uns und zu unserer Gemeinschaft passt. In der Kommune geht das natürlich gemeinsam am besten.
Pop-up-Stadt →

Die größte Umfrage, die es zur Straßengestaltung in Deutschland bisher gab, versucht genau da anzusetzen und dem Bedürfnis der Bürger*innen nach Beteiligung gerecht zu werden. Mehr als 20.000 Menschen haben mitgemacht und ihre Vorstellungen einfließen lassen. Herausgekommen ist ein klarer Kompass, der – nicht nur für Berlins Straßen – zeigt, was besonders Angst macht und wie gute Radwege aussehen sollten. Eine Studie, die ganz nebenbei auch ein gutes Beispiel dafür ist, wie Ergebnisse interaktiv aufbereitet und für alle transparent gemacht werden können, so dass jede*r davon profitiert.
Studie: „Solche Straßen will Berlin“ →
 
INTERNATIONALE FOTOAKTION
Ein Stück Himmel zum Mitnehmen
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel. Sich daran zu erinnern, verbindet und stärkt das Miteinander. Das zeigt ein Projekt in Waiblingen, das seine Bürger*innen mit Menschen aus aller Welt zusammenbringt. Es lädt auf besondere Weise dazu ein, das eigene Stück Himmel mit anderen zu teilen, den Blick zu weiten und einfach auch mal wieder nach oben zu schauen. Eine kleine Reise um die Welt, die die Identifikation mit dem eigenen Ort stärkt, das Bild der Stadt in die Welt trägt und einfach Spaß macht. Wie sieht Ihr Himmel denn heute aus?
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FREIZEITKONZEPTE
Sommer rund um die Stadt
Sommer, Sonne, Sonnenschein! So unbeschwert ging man letztes Jahr noch in diese Jahreszeit. Nun ist ein neuer Begriff in aller Munde: der „Corona-Sommer“. Dass dieser aber nicht nur in den eigenen vier Wänden, dem Garten oder auf dem Balkon stattfinden muss, beweisen viele Städte und Gemeinden mit spannenden und außergewöhnlichen Aktionen. Und sie zeigen dabei auch, dass schnelle und unkomplizierte Entscheidungen auch in der Verwaltung möglich sind. So wie in München beim Konzept für den „Sommer in der Stadt“ bei dem ganz München zu einem Festplatz wird. Freude und Leichtigkeit bestimmen wieder das Stadtbild. Die Lebensqualität der Bürger*innen steigt – genauso wie die Attraktivität der Stadt. Gleichzeitig setzt es aber auch einen wichtigen Impuls für Wirtschaft und Tourismus, der gerade in jeder Kommune gefragt ist.
Sommer in der Stadt →

Auch außerhalb der Großstädte kann der „Corona-Sommer“ zu einem Abenteuer werden, denn auch wenn wir vieles zu kennen glauben, so lohnt sich doch immer ein zweiter Blick. Warum nicht einfach mal das Umland erkunden? So wie der Bergsteiger aus diesem Artikel es sagt: „Weil sie halt da sind.“ Jetzt ist es Zeit für solche neuen Wege, für ein anderes Denken und dafür, den Blickwinkel zu ändern. Wie kann unsere Kommune attraktiver werden, mehr sein als nur ein Wohnort? Und wie öffnen wir diesen Blick auch für neue Zielgruppen und gewinnen auf diese Weise neue Bürger*innen, Besucher*innen, Firmen oder Investoren?
Verreisen in die Vorstädte →
 
TOURISMUS FERNGESTEUERT
Links! Rechts! Jump! Jump! Jump!
Die Faröer-Inseln sind bekannt für ihre außergewöhnliche Tourismuswerbung. (Über eine frühere Aktion haben wir in unserem ersten Stadtklar-Newsletter berichtet.) Jetzt geht es weiter und die Färinger zeigen uns, wie sich mit der Corona-Pandemie vorbildlich umgehen lässt. Die Inseln lassen sich jetzt vom Sofa aus – aber dennoch ganz individuell – entdecken. Besucher*innen können ihre leibhaftigen Reiseführer zu den gewünschten Sehenswürdigkeiten dirigieren und begleiten den Weg über Live-Bilder und -Geschichten der Guides. So wird „Physical Distancing“ sogar zu einem spielerischen Instrument, das die Beziehung zu den Gästen intensiviert und zum (echten) Wiederkommen einlädt. Eine spannende Reise, die auch uns neugierig macht. Wir wollen hin!
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KLANGERLEBNIS
Innenstadt wird Hör-Raum
Stadtgeschichte mit allen Sinnen erleben. Leicht gesagt – aber wie kann das gehen? Coesfeld lädt zu diesem Experiment ein. Hier wird Stadtgeschichte in Klang übersetzt. Geschichtlich oder architektonisch bedeutende Orte werden mithilfe von Klanginstallationen erlebbar gemacht. Die Innenstadt wird zu einem Klang-Raum, der hinhören und aufhorchen lässt. Für Besucher*innen eine außergewöhnliche Art die Stadt zu entdecken, die in Erinnerung bleibt. Und für Einheimische die Möglichkeit einen ganz neuen Blick auf ihre Stadt oder Gemeinde zu bekommen, der überrascht und Identität schafft. Ganz bestimmt lassen sich auch bei Ihnen viele einzigartige Klänge finden.
Innenstadt als Hör-Raum →

Auch mit Klang – aber doch ganz anders – präsentiert sich Delmenhorst. Typische Stadtgeräusche, die es vielleicht schon bald nicht mehr gibt, werden für die Zukunft festgehalten und bilden ein akustisches Stadtarchiv. Hören lässt sich dieses in einer Telefonzelle, die im Museum steht. Aber warum nicht einfach auch mitten in der Stadt – oder hörbar für alle über Social Media? Auch so lässt sich in Corona-Zeiten gut reisen und Kultur entdecken.
Akustisches Stadtarchiv →
Soundmap →
 
SPOTIFY PLAYLIST
Mein Ort im Ohr
Weil in diesem Newsletter viel vom Hören die Rede ist und weil die Ferienzeit vielleicht auch bei Ihnen vor der Tür steht, möchten wir diesmal auch ein bisschen Musik mit Ihnen teilen. Und weil es hier um Städte und um’s Reisen geht, gilt das natürlich auch für den Sound.
New York, Paris und Kopenhagen sind viel besungene Orte – aber wussten Sie, dass auch Reutlingen, Erlangen und Donaueschingen in den Musikcharts eine Rolle spielen? Falls nicht, hören Sie mal rein! Vielleicht taucht ja auch Ihre Stadt oder Gemeinde bald in einer Hitliste auf.
Zur Playlist →
 
NACHRICHTEN – DIGITAL UND LOKAL
Moving local: Was bewegt meine Region?
Der Blick auf unser Handy vernetzt uns mit der ganzen Welt. Wie aber lassen sich Menschen auf diesem Weg auch stärker mit ihrem Lebensraum verbinden? Ein Forschungsprojekt hat eine Idee dafür entwickelt. Eine innovative Nachrichten-App mit lokalem Fokus greift die durch Corona gestiegene Bedeutung der Regionalität auf. Sie macht die Akteure der Region sichtbar, stärkt das Wissen, den Bezug und die Identifikation mit der eigenen Stadt oder Gemeinde und schärft den Blick für das, was um uns herum vorgeht. In Kombination mit spannenden und relevanten Inhalten und Anwendungen lässt sich so auf ganz vielfältige Weise Gemeinschaft fördern, Wirtschaft und Einzelhandel stärken und ein lebendiges Netzwerk vor Ort aufbauen. Nicht nur für Metropolen eine gute Idee – sondern auch für kleinere Städte oder Gemeinden, die sich auf diese Weise miteinander vernetzen und dabei auch Wirtschaft, Medien und Vereine der Region einbeziehen können.
Was bewegt die Stadt? →
Molo News →
 
FRANZ-REINHARD HABBEL EMPFIEHLT
14.200 Vereine ohne Vogelschießen
1,35 Millionen Schützen in Deutschland müssen in diesem Jahr wegen Corona auf das Schützenfest und damit auch auf das traditionelle Vogelschießen verzichten. Schützenvereine pflegen den Zusammenhalt der Menschen in der Kommune. Die Tradition ist über 600 Jahre alt. Einen „Umzug“ durch die Stadt wird es allerdings doch geben. Der Jägerverein Neheim im Sauerland hat einen einzigen Zug „nachgebaut“. Eine schöne Geste, die Tradition auch in diesem Jahr weiterleben zu lassen – spielerisch und digital.
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STADTKLAR ZUM NACHLESEN

EDITION 04 | 27. Juni 2020 | Mehr →
EDITION 03 | 13. Juni 2020 | Mehr →
EDITION 02 | 30. Mai 2020 | Mehr →
EDITION 01 | 07. Mai 2020 | Mehr →
  
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